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Marantz CD 40 NONOS

Dieser Marantz CD-Player wurde von Manfred, einem Bekannten komplett umgebaut. Er arbeitet nun nach dem NONOS (NON Over Sampling) Prinzip. Damit dieses Prinzip funktioniert muss ein Multibit CD-Player eingesetzt werden. Hier ist es der Marantz CD 40, der 1990 für 500.-DM auf den Markt kam. Er hat das sehr gute Philips CDM 4.19 Schwenkarmlaufwerk und einen TDA1541 DA-Wandler. Ich muss gestehen, am Anfang war ich selber skeptisch. Ein so alter CD-Player, auf wenn er durch bessere OP´s aufgemotzt wurde kann doch gegen aktuelle CD-Player nichts ausrichten? Aber nach einem Hörtest war ich begeistert. Er spielt räumlich sehr stabil, natürlich und hat den richtigen Drive. Ohne Oversampling scheinen die Jitter weniger zu sein und dadurch entsteht anscheinend diese sehr stabile Räumlichkeit. Auch von der tonalen Balance ist es recht nah an der Schaltplatte. Für mich ist dieser CD-Player ein Gewinn und ich möchte ihn nicht mehr missen.

Wie zu sehen, wurde das Gehäuse sehr aufwendig Resonanz optimiert. Was komisch aussehen mag ist eine lange Try and Error Versuchsreihe. Der gesamte Umbau in seiner jetzigen Form ist durch viele Hörsitzungen entstanden. Daher kann man sagen, dass er fast das Optimum darstellt. Leider habe ich es auch am eigenen Ohr erfahren müssen. Die Standart-Tuningtips sind nicht immer die besten. Jedes Gerät wird durch individuelle Optimierungen erst richtig gut und das macht den gewissen Kick aus.

Auch auf der Unterseite seht Ihr den Aufwand des Tunings. Hier wurde ebenfalls Lack zur Resonanz- Optimierung aufgetragen.

So und hier nun noch ein paar Aufzählungen, was an diesem CD-Player alles geändert wurde. Der DA-Wandler (DAC) wird mit einer um den Faktor 4 niedrigeren Frequenz beschickt, vermutlich ist er deshalb weniger anfällig für Jitter. Der Quarz wurde schallisolierend "verpackt", dass verringert den Jitter ebenfalls. Die Stromversorgung der Audiostufe wird nur durch das Vorstufennetzteil von UB versorgt. Die ursprüngliche Stromversorgung der Audiostufe versorgt jetzt nur noch den Kopfhörerverstärker. Viele Spannungen sind mit Folienkondensatoren entkoppelt worden. Die Mutingstufe wurde entfernt, und es ist nur noch ein einziger guter Metalloxidschicht-Widerstand im Signalweg. Es wurden hochwertige Chinch-Buchsen und ein hochwertiges Netzkabel verwendet. Der Lack ist ein Schellack-Lack auf Spiritusbasis. Diesen habe ich auch mit Erfolg für meine Secco-Hörner verwendet. Klangentscheidend sind ebenfalls die OP´s. Es wurden die OP 275 GP des Herstellers Analog Devices (AD) verbaut. Es ist ein speziell für Audio Anwendungen optimierter OP. Der OPA 627 war hier nicht die beste Wahl. Das Zusatznetzteil für die 12V Spannungsversorgung von www.ub-audio.de, was rechts eingebaut wurde, hat ebenfalls noch einen richtigen Schub gebracht. Die Kapazitäten wurden zusätzlich noch sinnvoll erhöht. Wahrscheinlich habe ich noch einiges vergessen, aber bei der Fülle an Massnahmen darf das auch passieren. Es gibt zu dem CD-Player noch eine Menge an Lesestoff und die Bedienungsanleitung dazu. Auch der Preis, den ich für diesen CD-Player gezahlt habe, ist für den gebotenen Klang sehr günstig. Wer nun Interesse an diesem Marantz CD 40 bekundet, kann sich direkt an Manfred unter caine28@gmx.net wenden.